Seit 2004 arbeitet William Greenwood in Darmstadt als Glaskünstler, Maler und Grafiker. Der gebürtige Brite aus Salisbury studierte sechs Jahre an der Kunsthochschule und schloss sein Studium mit einem Bachelor of Arts in Keramik und Glas ab.
Nach seinem Abschluss arbeitete er als Grafikdesigner in Großbritannien und später in Frankfurt am Main und Darmstadt. 2004 gründete er die Greenwood Glass and Art Gallery und etablierte sich erneut als Glaskünstler – im Wesentlichen in Anlehnung an seine Tätigkeit als Glasbildhauer während seines Studiums. Mithilfe von Quarz- und Gipsformen, die mit Bleikristallglas gefüllt sind, schuf William skulpturale Glasobjekte und stellte seine Werke in mehreren europäischen Ländern aus.
2009 nahm er die Druckgrafik, sein zweites Studiengebiet, wieder auf und bekräftigte seine Leidenschaft für Radierung und Linolschnitt. Ein zentrales Thema seiner Arbeiten ist Darmstadt und die Mathildenhöhe. Als Anhänger der englischen Arts-and-Crafts-Bewegung ließ sich William vom Jugendstil-Erbe Darmstadts inspirieren und schuf im Laufe der Jahre eine Reihe von Gemälden und Drucken mit klassischen Darmstädter Motiven.
In den letzten Jahren experimentierte er mit säuregeätztem Linoleum, indem er Natriumhydroxid auf ausgewählte Bereiche der Druckoberfläche auftrug und es mit Aquarellfarben kombinierte, um einzigartige Effekte zu erzielen.
Seit 2015 ist die Landschaftsmalerei in Öl ein zentraler Bestandteil von Williams künstlerischem Schaffen. Inspiriert vom Darmstädter Jugendstil und Künstlern wie Anna Beyer, Max Liebemann und August Macke, entdeckte er seine Leidenschaft für die Ölmalerei wieder. William erklärt: „Nachdem ich die Druckgrafik wieder aufgenommen und meine Darmstädter Drucke mit Aquarellfarben umgesetzt hatte, wurde der Pinsel zu einem meiner wichtigsten Werkzeuge. Der nächste logische Schritt war die Malerei im eigentlichen Sinne – etwas, das ich an der Kunsthochschule gelernt hatte. Ausgehend von meinen Radierungen und Linolschnittmotiven aus Darmstadt begann ich also, lokale Landschaften auf Leinwand zu malen.“ Als ich mich umsah, wurde mir bewusst, dass erkennbare Landschaftsmalerei, selbst in zeitgenössischer Form, heutzutage recht selten ist. Besonders angesichts der Zerstörungen, die Darmstadt im Krieg erlitten hat. Wie viele andere liebe auch ich die schönen, erhalten gebliebenen Ecken Darmstadts. Ich suche sie auf und male sie.
Seine Faszination für Malerei und Druckgrafik erstreckt sich auch auf seine Darstellungen hessischer Landschaften und Gärten – insbesondere des Mathildenhöhe-Parks, des Prinz-Georg-Gartens und des Palmengartens in Frankfurt. |